Montag, 18. August 2008

zweite Woche - Geisterbeschwoerung und Ada Foah


Die Zeit vergeht wie im Flug und es gibt wieder einiges zu berichten! Am Freitag habe ich mir frei genommen und bin mit 6 Maedls aus dem Haus nach Jamestown gefahren. Dort war ein besonderes Fest, bei welchem die Geister von Zwillingen geehrt werden, da Zwillinge hier ein grosser Segen bedeuten. Jeweils eine Familie mit Zwillingen bildet eine Gruppe. Die Eltern sind in einen Trance-Zustand versetzt (inklusive einer Flasche Tequilla) und tragen Schuesseln aus Zink auf ihren Koepfen. Darin befinden sich verschiedene Dinge (Yams, Blaetter und hauptsaechlich Abfall), die als Opfer dienen. Jemand hat uns fuer einen Cedi einen Platz auf seinem Dach angeboten (inklusive Life Band) und so konnten wir das ganze Geschehen von dort aus supergut beobachten. Es liefen 2 Stunden lang undendlich viele Gruppen durch die Strasse. Oftmals waren sie besonders verkleidet und manchmal jagte uns der Anblick von den Zwillingseltern auch ziemlich Angst ein. Es wurde getanzt, geschrien, getrommelt und gesungen. Ein wirklich aufregendes Erlebnis.

Am naechsten Morgen fuhren 5 Maedchen aus dem Haus, 11 Ghanaaer, eine Ziege und ich ca. 2 Stunden mit dem Tro Tro nach Ada Foah (oestlich von Accra). Dort angekommen mussten wir in ein Boot umsteigen und fuhren weiter den Volta-Fluss entlang nach Maranatha Beach. Die Anlage liegt am suedlichsten Teil der Halbinsel und ist etwa 200m breit. Links fliesst die Volta und rechts ist der Ozean. Unsere Unterkunft waren Bambushuetten, fuer welche wir umgerechnet etwa 2 Euro pro Person und Nacht bezahlten. Wir trafen uns dort mit Sir Kuk (unserem Nachbarn und Hauskoch) und Marc vom Praktikantenhaus. Gleich zu Beginn wurden wir von einigen Leuten von der Elfenbeinkueste zum Essen eingeladen, welches sie selbst mitgebracht hatten. Danach gingen wir etwa eine Stunde den (verlassenen) Strand entlang bis zu dem Punkt, woch sich Volta und Ozean treffen. Abends tranken wir noch gemuetlich Bier und Aloma Bitter (die ghanaische Antwort auf Jaegermeister) und sassen am Lagerfeuer. Unser mitgebrachtes Gemuese wurde dort fuer uns gekocht und ein supergutes Essen gezaubert. Nach zwei wunderschoenen Tagen besuchten wir noch Sir Kuks Familie in der Stadt, die uns netterweise wieder mal bekochten.

Die Ghanaaer sind ein ausgesprochen nettes und gastfreundliches Volk und brauchen fuer alles ihre Zeit. Geduld ist sehr wichtig, wenn man hier leben moechte. There is no hurry in life…




Jamestown





Kaneshie Market




Ankunft am Volta-Fluss


















meine erste Kokosnuss :-)

Zu Gast bei Ruth. Neben mir Sir Kuk, Clio, Prisca, Ruth,
Sabrina, Katja, Marc, Alexa und Ruth"s Mann


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